Liquid Alternatives: mehr als nur ein Modewort!?

Ein Bericht des Fondsmanagements

Für Eilige:

  • Ein möglicher Ausweg aus dem aktuellen Anlagedilemma
  • Erheblicher Korrelationsnutzen für das Gesamtportfolio
  • Kein Klumpenrisiko – zusätzliche Diversifikationseffekte durch voneinander unabhängige Sub-Strategien
  • Portfoliostabilität und positive Renditen
  • Umfassende, anspruchsvolle Zielfonds-Manager-Selektion
  • Alternative Investments: Teil unserer Fondsmanagement-DNA

Status quo

Dauerhaft niedrige Zinsen für Euro-Anleger, Konjunktursorgen speziell der Schwellenländer, analytisch nicht mehr günstig bewertete Aktienmärkte, die zuletzt gehäuft vorkommenden Berg- und Talfahrten an den Aktien- und – seit neuestem auch – Rentenmärkten sowie unser ausgeprägter Diversifikations-Bias über möglichst viele Anlageklassen sind die taktischen und strategischen  Erwägungen, die uns zur Implementierung eines neuen, zu traditionellen Märkten (sprich: Aktien und Renten) unkorrelierten Portfoliobausteins, dem NORD/LB  Horizont Liquid Alternatives Basket, bewegten.

Liquid Alternatives – der neue Portfolio-Baustein des NORD/LB Horizont Fonds

„Liquid Alternatives“ sind normale regulierte Investmentfonds, die alternative Anlagestrategien abbilden. Dies ermöglicht Investoren eine Partizipation an bisher nicht zugänglichen Finanzstrategien. Tägliche Liquidität und strengste aufsichtsrechtliche Überwachung gewährleisten Vertrauen, Transparenz und Flexibilität in dieser innovativen Anlageklasse, die sich allerdings aus einer Vielzahl von seit Jahrzehnten etablierten, unterschliedlichen Sub-Strategien zusammensetzt.

Unser Liquid Alternatives-Basket weist nicht nur als Anlageklasse an sich ein konservatives Chance-Risiko-Profil auf, sondern erhöht durch seinen unkorrelierten Charakter zu Aktien und Renten auch die Sicherheit auf Gesamtportfolioebene: So konnte der Basket im September eine positive Rendite von 1,73% erzielen, während z.B. der DAX um 5,81% an Wert verlor und der Nikkei sogar um 7,95%. Gleichzeitig verzeichneten auch einmal mehr die Rohstoffe Verluste zwischen 1,74% (Gold) und weiteren exorbitanten 10,67% (Öl, Brent). Gegenüber Renten und Aktien hat der Basket wie nachfolgend ersichtlich schlichtweg im positiven Sinne ein Eigenleben:

 

Gleichzeitig verspricht der Liquid Alternatives-Basket – gerade durch die Kombination verschiedener, wiederum untereinander weitestgehend unabhängiger Sub-Strategien – eine solide mittelfristige Wertentwicklung, so dass es – anders als z.B. bei einem reinen Aktien- oder Rentenbasket – kein Klumpenrisiko gibt. Konkret sind wir aktuell in Produkte von folgenden Sub-Strategien investiert:

Auf der Suche nach Stabilität

Der NORD/LB Horizont Liquid Alternatives Basket ist zurzeit mit insgesamt zehn Titeln bestückt und im NORD/LB Horizont Fonds mit 17% gewichtet. Der Allokationsfokus wurde auf eine breite Diversifizierung in voneinander unabhängigen Investmentkonzepten gelegt.

Die Korrelationen zu Aktien und Renten bewegen sich in einer Bandbreite von -0,06 und +0,17, sodass die beabsichtigte Marktneutralität gegenüber den traditionellen  Märkten gegeben ist.

 

 

Alternative Anlagestrategien generieren  weitgehend andere Performancemuster als Aktien und Anleihen. Aufgrund der sehr geringen Korrelation zu Aktien und Renten eignen sie sich hervorragend zur Diversifizierung in einem Multi-Asset-Portfolio. Die im Rahmen unseres Due Dilligence Prozesses selektierten alternativen Strategien sind auf ein niedriges Markt-Beta  bis hin  zu einer  marktneutralen Positionierung ausgerichtet – bewegen sich also kaum mit dem Gesamtmarkt und tragen somit zur Stabilisierung des Gesamtportfolios bei. Die niedrige positive Korrelation zu den Aktienmärkten unterstreicht die gesuchte Marktunabhängigkeit. Der Anteil positiver Tagesrenditen im Jahr 2015 beläuft sich auf 68,69% (vgl. DAX 59,60%, MSCI EUR 57,10%, REXP 10Y 56,60%) bei einem historischen Erwartungswert der Tagesrendite von +0,02%.

 

Die obige Grafik  belegt, dass  der Liquid Alternatives-Basket keine großen Ausschläge aufweist. Gerade diese und insbesondere die auf der negativen Seite gilt es auszumerzen.

Die hohe Kunst der Fondsmanagerselektion bei Alternativen Investments

Vielleicht stellen Sie sich die Frage, warum die Bestandteile des Liquid Alternatives-Baskets wiederum ausschließlich Fonds sind. Man könnte auch fragen: Was können diese Fonds besser als wir selbst?

Die Fonds investieren in Strategien, die wir selbst nicht abbilden können, sei es aus regulatorischer Sicht, sei es aus Sicht unserer Verkaufsprospekte, aber auch in praktischer/ technischer Hinsicht. So ist eine zentrale Sub-Strategie des Liquid Alternatives-Baskets  „long/short Equity“. Eine sehr etablierte, doch anspruchsvolle, marktneutrale Strategie, die u.a. mit Total Return Swaps, Pair Trades (Beispiel BASF long, Bayer short – etwas vereinfacht) agiert. Ähnliches gilt auch für die anderen Sub-Strategien des Baskets, z.B. CTAs, Volatilitätsstrategien und Multi-Strategy-Ansätze. Letztere z.B. werden von den ganz großen Fonds-Häusern angeboten, die Zugang zu Einzelfondsmanagern – und Strategien haben. Gleichzeitig sind sie aber, anders als die früheren Dach-Hedgefonds, kostengünstiger (es gibt z.B. keine 2/20-Regel etc.), da nur die Management-Strategien, nicht aber die Verwaltungskosten dieser in einen solchen Multi-Strategie-Ansatz gepackt werden.

Eine weitere wichtige Frage, die unsere Investoren an uns gestellt haben: Wie geschieht die Auswahl der/des Fonds?

Neben diversen Fort- und Ausbildungen zu Alternativen Investments (z.B. CAIA) beschäftigen wir uns seit dem Jahr 2008 sehr intensiv mit der Anlageklasse. So waren wir bereits in einer  Vorreiterrolle Cat-Bonds und Mikrofinanz als sinnvolle alternative Anlageklassen in unseren täglich liquiden Publikumsfonds zu implementieren und zu monitoren. Alternative Investments sind, weil sie einen hohen Diversifikationsnutzen stiften, Teil unserer Fondsmanagement-DNA. Die selektierten Ziel-Fonds unterliegen unserem anspruchsvollen 5P-Auswahl-Prozess (Produkt, Philosophie, Personen, Prozess, Performance).

Da wir mit Alternativen Investments zwar sehr vertraut sind, nicht jedoch alle unserer Investoren, haben wir zusätzliche Sorgfalt walten lassen und in einer über einjährigen Vorbereitungsphase einige zusätzliche Auswahl-Parameter für den Liquid Alternatives-Basket implementiert, z.B.

    • UCITS (EU-Richtlinie für Investmentfonds): alle Fonds, auch wenn sie in Teilen Hedgefonds-Strategien abbilden, müssen die äußerst strengen UCITS-Kriterien inkl. i.d.R. täglicher Liquidität erfüllen, unterliegen der EU-Zulassungspflicht und werden von der Finanzaufsicht überwacht
    • Die Gesellschaft sowie der Fondsmanager selbst müssen über eine ausgewiesene Kompetenz im Bereich Alternative Investments verfügen
    • Die Fonds erfüllen einen der drei großen AI-Standards: CAIA, BVAI, AIMA
    • Wir haben namhafte Referenzkunden erhalten, die unsere Due Diligence bestätigen (z.B. große Pensionskassen und Private Banking-Einheiten)

Was die jeweiligen Sub-Anlageklassen auszeichnet, erfahren Sie in den kommenden Beiträgen …

© Michael Feiten, Florian Konz & Ludwig Schnieders

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