Herausforderung Negativzinsumfeld – Lösungsansätze aus Sicht des Portfoliomanagers

Das Zinsumfeld für Sparer und Anleiheinvestoren gestaltet sich in 2020 nochmals schwieriger. Mit der abermaligen Senkung des Einlagenzinses von minus 0,40% auf minus 0,50% hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Lage für Sparer, Anleger und auch die Banken nochmal verschärft.

Es ist damit zu rechnen, dass in 2020 immer mehr Banken sich genötigt sehen und auch versuchen werden, diesen von der EZB verordneten Strafzins auf Einlagen an immer mehr Kunden ganz oder teilweise weiter zu belasten, zumal angesichts der schwächelnden Konjunktur weitere Zinssenkungen der EZB keineswegs ausgeschlossen sind.

Wer mit seinem Ersparten oder seinem Finanzvermögen folglich noch eine positive Rendite erwirtschaften möchte, wird unweigerlich ein gewisses Risiko eingehen müssen. Sichere Bundesanleihen bis hin zu einer Laufzeit von 15 Jahren weisen allesamt eine Negativrendite auf, d.h. sie bekommen weniger zurück (Rückzahlung plus Zinsen) als sie für den Kauf der Bundesanleihen bezahlen müssen. Rechnet man dann noch die jährliche Inflationsrate (ca. 1%) hinzu, so ergibt sich daraus ein jährlicher realer Wertverlust von über 1,5%.

Damit aber noch nicht genug. Zusätzlich startete die EZB im November ein neues Anleihen-Kaufprogramm. Neben Staatsanleihen erwirbt die EZB dabei für monatlich 20 Mrd. Euro vor allem auch Unternehmensanleihen in Euro, wodurch sich auch deren Renditen immer stärker der Nulllinie annähern.

Für eine deutlich positive Rendite aus verzinslichen Wertpapieren in Euro muss also entweder auf Anleihen mit einer schwächeren Bonität oder aber mit ultralangen Laufzeiten (50 oder gar 100 Jahre) ausgewichen werden. Beides erscheint uns wenig attraktiv.

Was also tun?

Wer Aktien gegenüber aufgeschlossen ist und deren größeres Schwankungsrisiko (Volatilität) „aussitzen“ kann, der sollte bei einer Dividendenrendite von ca. 2-3% p.a. über eine entsprechende Beimischung nachdenken.

Im Anleihen-Bereich selbst muss man schon etwas weiter über den Tellerrand hinausschauen, um noch attraktive Investments zu finden. Hier lohnt vielleicht ein Blick auf unseren hauseigenen Fonds Nordlux Renten.  Dieser erzielte im abgelaufenen Jahr (01.01. – 30.12.19) trotz Negativzinsumfeld eine Rendite von +5,19% – dies inkludiert eine Ausschüttung an die Anteilseigner in Höhe von 1,64%. (Vergangene Performance ist keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.)

Dabei nutzt der Nordlux Renten ein weitgehend unbegrenztes Spektrum an Anlagemöglichkeiten im verzinslichen Bereich und kann dabei auch bis zu 50% in Fremdwährungen investieren, die teilweise deutlich höhere Zinsen offerieren. So investiert der Fonds zum Beispiel in Anleihen erstklassiger Qualität von supranationalen Organisationen (z.B. Weltbank oder Europäische Investitionsbank) in ausgewählten Schwellenländerwährungen (Mexikanischer Peso, Brasilianischer Real). Dabei werden die Fremdwährungsrisiken bei Bedarf flexibel temporär abgesichert. Darüber hinaus investiert der Fonds auch in versicherungsgebundene Anleihen, sogenannte CAT-Bonds, die aktuell sehr attraktive Risikoprämien aufweisen. Zudem nimmt der Fonds aktiv auch marktbedingte Opportunitäten wahr, wie im letzten Jahr z.B. Trading-Engagements in italienischen Staatsanleihen und auch Bundesanleihen oder aktuell in inflationsgeschützten US-Treasuries.

Bitte lesen Sie alle Informationen wie Allokationen, Performances oder Chance-/Risiko-Hinweise auf unserer Web-Site, wo der Nordlux Renten ausführlich dargestellt wird. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, freut sich Ihr Berater auf Ihre Kontaktaufnahme.

Leitzinsen im Vergleich: Nur die amerikanischen und britischen Leitzinsen liegen noch leicht Plus

Lesen Sie auch hier „Lösungsansätze aus Sicht des Anlageberaters“

Menü schließen