Trend: Nachhaltig investieren

Umweltschutz und Menschenrechte, faire Preise für die dritte Welt, gesetzestreues und ethisches Handeln sind Werte, denen sich viele Anleger verpflichtet fühlen. Unternehmen sollen nachhaltig wirtschaften. Anleger sollen nicht durch Zinsen und Dividenden alleine, sondern auch durch eine langfristige und maßvolle Wertsteigerung profitieren. Gelingt dies, führen Investitionen zusätzlich zu einer Steigerung des Gemeinwohls.

Dieser Ansatz, obwohl seit langem bekannt, wird gern als etwas ganz Neues angepriesen. Die Europäische Kommission beabsichtigt, Nachhaltigkeit zum zentralen Antrieb des europäischen Finanzmarktes zu erheben und dürfte schon in wenigen Monaten mit weitgehenden Vorschriften in die Anlageentscheide von privaten und institutionellen Anlegern eingreifen. Vielleicht etwas blauäugig geht sie davon aus, dass es in Europa sehr erhebliches Kapital gibt, welches nur darauf wartet, geduldig, sanft und nachhaltig angelegt zu werden. Durch neue Vorschriften will die EU-Kommission die Anlageentscheide des gesamten Marktes in die gewünschte Richtung lenken und zu diesem Zweck Anreize schaffen und Hürden aufbauen wie ein Müller, der früher seinen Bach so staute und fliessen liess, dass sein Mühlrad ständig lief. Dies steht uns mit Sicherheit bevor, mag man es gut finden oder nicht.

Als Anlageberater und Vermögensmanager überlegen wir, wie sich diese mächtige Tendenz auf die Portfolios unserer Kunden auswirken könnte und welche Möglichkeiten die Kunden unter diesen Voraussetzungen haben.

Unsere erste Erkenntnis ist, dass man sich in finanziellen Dingen dem Zeitgeist nicht entgegenstemmen sollte.  Es gibt stets eine Minderheit, die Lust am Widerspruch hat und besonders im Finanzmarkt ist konträres Handeln eine bekannte und respektierte Anlagetaktik.

Wir wissen aber aus der Finanzwissenschaft, dass das Gegenteil von  nachhaltigen Anlagen keinen
Mehrwert liefert. Sogenannte Sündenfonds wurden in den USA schon ausprobiert, gemäß
der Theorie, dass Aktien, die nicht in den nachhaltigen Zeitgeist passen,
unterbewertet sein müssen. Für einen saftigen Sündenfonds eignen sich Kasinos,
Alkohol, Kernkraft, Bergwerke und Rüstung, vielleicht ergänzt mit Zucker,
Massentierhaltung und Pestiziden. Das sind alles legale Wirtschaftszweige mit
gängigen Anlagemöglichkeiten. Die Theorie der Unterbewertung konnte aber in der
Praxis nicht bestätigt werden.

Ebenso wurde die Kehrseite,
dass nachhaltige Werte infolge erhöhter Nachfrage überbewertet wären, nicht
bestätigt. Was sich aber zeigte, ist ein Renditevorteil von Fonds mit einem
starken Leitgedanken gegenüber Fonds, die unkritisch den Gesamtmarkt abbilden.
Das heißt, sowohl (gute) nachhaltige Fonds wie auch (böse) Sündenfonds liefern
eine leicht bessere Performance als Fonds ohne Leitidee. Der Grund dafür ist,
dass die Fondsmanager solche Fonds intensiver analysieren müssen, um die Anlagekriterien zu erfüllen. Es ist diese intensive Analyse, die den Renditevorsprung erzeugt und nicht die Grundentscheidung für oder gegen nachhaltige Anlagen.

Wenn also die EU Kommission Nachhaltigkeit zum zentralen Antrieb der Finanzmärkte machen will, wovon wir ausgehen, und wenn ein nachhaltig konzipierter Fonds im Vergleich mit einem Sündenfonds keine schlechtere Rendite abwirft und im Vergleich mit einem weniger strukturierten Fonds sogar etwas besser abschneidet, so benötigen unsere Kunden eine Anlagemöglichkeit, die allen ethischen Anforderungen genügt und die sich für den Einsatz in den Kundenportfolios eignet.

Unsere Antwort darauf ist der neue Nordlux ESG Aktien Global Fonds.

ESG steht für Environmental – Umweltschutz, Social – Soziales und Governance – ethische Führung des Unternehmens. Unser Fonds wird den neuesten Anforderungen für nachhaltige Anlagen entsprechen und interessante Aktien aus Deutschland, Europa, der Schweiz, UK, Nord- und Südamerika sowie Asien enthalten. Jede einzelne Aktie ist auf ihre Übereinstimmung mit dem ESG Leitgedanken geprüft und wird selbstverständlich auch nach den klassischen Kriterien des Fondsmanagements analysiert: Dividendenrendite im Zeitverlauf, Wachstum, Bilanzverhältnisse, industriebeeinflussende Faktoren. Damit können unsere Kunden in einen modernen, nachhaltigen und international diversifizierten Aktienfonds investieren und wir empfehlen angesichts der Tiefzinsphase, je nach Risikoneigung einen kleineren oder größeren Anteil des Portfolios dafür einzusetzen.

7. Oktober 2019

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