Im zweiten Teil unserer Serie „Beteiligungsgesellschaften“ stellen wir Ihnen die Investor AB der Familie Wallenberg vor.

Die Gesellschaft wurde vor mehr als 100 Jahren gegründet und die Aktie entwickelt sich langfristig (über 10 Jahre) deutlich besser als der schwedische und auch der deutsche Aktienmarkt. Hedgefonds und Pensionskassen sind von dem werthaltigen Anlagekonzept überzeugt.

Die Familie Wallenberg ist die wohlhabendste und einflussreichste Familiendynastie in Schweden. Nach Schätzungen kontrolliert sie rund 40 Prozent der Marktkapitalisierung der schwedischen Industrie. Die Wallenbergs halten 23 % des Grundkapitals und 50 % der Stimmrechte an der Investor AB, womit ihr Stimmrechtsanteil, wie übrigens bei vielen Beteiligungsunternehmen, deutlich größer ist als ihr Aktienanteil.

Da die Unternehmenspolitik der Familie auf langfristige und wachstumsorientierte Entwicklungen sowie stabile Arbeitsbeziehungen ausgerichtet ist, erfährt die Familie Wallenbergs seit Jahrzehnten Unterstützung von Arbeitnehmern und den (zumeist regierenden) schwedischen Sozialdemokraten. Die Wallenbergs haben eine eigene Stiftung mit dem Ziel: Förderung der Wissenschaft. Ein bedeutender Anteil der Stiftung dient der Finanzierung der Handelshochschule in Stockholm.

Historie:

Den Grundstein des Vermögens legte 1856 Kapitän André Oscar Wallenberg, der als 30-Jähriger die Seefahrt aufgab um als Geschäftsmann tätig zu werden. Inspiriert haben ihn die vielen aufstrebenden Länder, die er bereist hatte. Er gründete Stockholms Skandinaviska Enskilda Bank, kurz SEB. Zunächst finanzierte seine Bank Eisenbahnen und Brücken. Als die Konjunktur 1896 einbrach, wurden zahlreiche Kredite notleidend. Statt die Schuldner in die Insolvenz zu treiben, entschied der einstiege Kapitän, sich bei den strauchelnden Firmen zu engagieren. So ging die SEB etliche Beteiligungen ein, die 1916 in der Holding Investor AB gebündelt wurden.

Seither ist unter diesem Dach eine Perle herangereift. Das Prinzip erinnert an Börsenguru Warren Buffet, nur ist der Ansatz noch langfristiger. Die Haltedauer ist unbegrenzt, bei der Holding frönt man einer extremen Form von „Buy and Hold“. An ABB und Electrolux sind die Stockholmer seit 1925 respektive 1956 beteiligt. In Krisenzeiten wurden immer wieder Beteiligungen aufgebaut, oder aufgestockt. 1994 wurde EQT Partners AG gegründet. Die vor allem in Nordeuropa und Asien tätige Private Equity Company gehört zu 31 % der Holding. EQT verwaltet heute ein Beteiligungskapital von 38 Mrd. EUR und ist in 170 Firmen investiert.

Erklärtes Ziel der Investor AB ist, dass ihre Firmen die Konkurrenten auf den internationalen Märkten übertreffen. Dies wird als absolutes Erfolgserlebnis gesehen. In den letzten 25 Jahren erzielte die Aktie eine jährliche Performance im Schnitt von 10,96 %. Damit hat die Aktie den DAX um jährlich 6,50 % outperformt. Oder anders ausgedrückt in den letzten 25 Jahre hat der Anleger mit der Aktie 678 % verdient, der Anleger der im Dax investiert war erzielte lediglich einen Gesamtertrag von 135 % erzielt (siehe Performancevergleich unten).

(Quellen: Handelsblatt und börse online)

Die größten Beteiligungen

Unternehmen Anteile am Kapital Stimmrechtsanteil
Atlas Copco 16,9 % 22,3 %
ABB 10,7 % 10,7 %
SEB 20,8 % 20,8 %
AstraZeneca 4,1 % 4,1 %
Wärtsilä 17,7 % 17,7 %
Saab 30,0 % 39,5 %
Nasdaq, Inc. 11,6 % 11,6 %
Electrolux 15,5 % 30,0 %
Ericsson 6,6 % 22,2 %
Husqvarna AB 16,8 % 32,8 %

(Quelle: Wikipedia)

Amerikanischer Volatilitätsindex versus Europäischem – Vom Novum zurück zur Normalität

Erstmals seit Einführung der beiden Volatilitätsindizes nach neuer Berechnung (2004 bzw. 2005) notierte der amerikanische VIX dauerhaft signifikant höher als der europäische VSTOXX.

Von Mitte März bis Mitte Mai lag das amerikanische „Angstbarometer“ über seinem europäischen Pendant. Seitdem zeigen die beiden Schwankungsindikatoren wieder ihr altes, gewohntes Bild.

Als global agierendem Fonds war es dem Nordlux Strategie möglich, innerhalb beider Phasen das jeweils attraktivere Vola-Niveau zur Prämiengenerierung für seine Anleger zu nutzen.

Grundsätzlich gilt: Die Zeiten historisch niedriger Volatilität, mit Niveaus unterhalb der 10-Punkte-Grenze, scheinen für das Erste passé zu sein. Ob der „Normalzustand“ von Dauer ist, oder das Novum zur neuen Normalität wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

 

Anleger können durch höhere Schwankungslevels profitieren

In verschiedener Hinsicht bot sich die Entwicklung der vergangenen Zeit für Investoren an:

Zum einen ermöglicht die höhere Volatilität in Europa höhere Sicherheitspuffer im Falle von Discount-Strategien (Short Puts), zum anderen sind bei einem höheren Schwankungsniveau naturgemäß höhere Prämien bei gleichen Strikepreisen vereinnahmbar. Beide Faktoren nutzte das Fondsmanagement des Nordlux Strategie bereits für die Anleger des Fonds – Insbesondere die Anstiege der Volatilität um den 29. Mai 2018. Aktuell notiert das Prämienvolumen des Fonds bei über 3 Prozent.

Bei Interesse erfahren Sie weitere Informationen gerne von Ihrem Berater.

Quelle: Eigene Darstellung | Daten: Bloomberg | Zeitraum: 1.1.2018 – 15.6.2018

Hinweis: Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

Erstellt per 15.06.2018 von Benjamin Judith

Eine der bekanntesten Beteiligungsgesellschaften ist zweifelsohne Berkshire Hathaway

Mit ihr untrennbar verbunden: der Name Warren Buffett.

Durch seine Anlageentscheidungen wurde Buffet einer der erfolgreichsten Anleger unserer Zeit. Seine konstant hohen Renditen sowie seine mit Witz und Selbstironie präsentierten Jahresberichte brachten dem mittlerweile 87-Jährigen den Spitznamen „Orakel von Omaha“ ein.

Lesen Sie hier den ersten Teil einer mehrteiligen Informationsreihe über Beteiligungsgesellschaften…

Derzeitig hat Berkshire Hathaway neben etwa 45 Firmenbeteiligungen auch mehr als 60 Tochtergesellschaften. Zu den größten und bekanntesten Firmenbeteiligungen zählen:

Apple Inc. 21,27% *
Wells Fargo 12,66% *
Bank of America Corp. 10,77% *
Kraft Heinz Company 10,73% *
Coca-Cola Company 9,19% *
American Express Company 7,48% *

*%-Anteil des Portfolios, Stand per 31.03.2018, Quelle: warrenbuffettstockportfolio.com

Mittlerweile zählt Berkshire Hathaway zu den 20 größten Unternehmen der USA und zu einem der größten Steuerzahler des Landes.
Interessant ist, dass Buffet und sein Team, welches insgesamt nur ca. 25 Mitarbeiter umfasst, immer wieder auch nicht börsennotierte Gesellschaften in das Portfolio von Berkshire Hathaway aufnehmen. Dabei überlässt Berkshire Hathaway das operative Geschäft in der Regel dem Management der jeweiligen Firma.

Tochterunternehmen (Subsidiary Companies) von Berkshire Hathaway sind unter anderem:

General Re Rückversicherung Louis Motorcycle & Leisure Motorradzubehör
Duracell Batteriehersteller Precision Castparts Flugzeugzulieferer
Fruit of the Loom Textilhersteller GEICO Autoinsurance Autoversicherer

Quelle: Berkshire Hathaway

Weitere Informationen:

Geschichte von Berkshire Hathaway

Zur Person Warren Buffet

Quelle: Google, Stand: 04.06.2013 – 01.06.2018, in US-Dollar

Bitte beachten Sie, dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung ist.

Blockchain

Spätestens seit dem fulminanten Kursanstieg um mehrere 100 Prozent im vergangenen Jahr sind Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Ripple den Investoren auf der Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten bekannt.

Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander: von Aussagen wie „Wertvolle Ersatzwährung in Zeiten zunehmender Geldvermehrung durch die großen Zentralbanken dieser Welt“ bis zu „Größte weltweite Spekulationsblase seit der Tulpenzwiebel im Jahr 1637“.

Wichtiger als die virtuelle Währung selbst ist aber der Blick auf die Technologie, welche hinter diesen Kryptowährungen steckt, die sogenannte „Blockchain-Technologie“.
Mit dieser bezeichnet man eine globale, dezentrale Datenbank, welche einzelne Transaktionsdaten speichert. So wie man bei einer Kette weitere Glieder anfügen kann, ist es möglich, die Blockchain beliebig um weitere Transaktionen und Datensätze zu erweitern. Jede Transaktion erhält eine eigene Transaktionsnummer und ist somit wiedererkennbar.

Für Unternehmen bietet die Blockchain somit den Vorteil, Datensätze schneller und präziser analysieren zu können. Ihre Produktpalette wird somit stärker auf die Kundenbedürfnisse fokussiert und Liefer- und Zahlungsverkehrsketten können optimiert werden.

Die Chancen stehen gut, dass nach dem Internet die Blockchain ein weiterer, wichtiger Meilenstein der digitalen Revolution sein wird.

Die Regeln des US-amerikanischen Marktes

Teil 3: Amerikanische Sprache und Denkart

Ist dieses System das Beste? Ist es fair? Die Amerikaner denken, dass sie das beste Justizsystem der Welt haben und nur darauf kommt es an. Wer sich im amerikanischen Markt bewegen will, einem einzigartigen, unendliche Chancen bietenden freien Markt, muss die Besonderheiten in Kauf nehmen, sich anpassen und sich buchstabengetreu verhalten. Man muss das Spielfeld und die Regeln des Spiels akzeptieren, wenn man mitspielen will – the court is the court. Dem Markt ganz fernzubleiben ist für einen Anleger nur schon wegen dem Dollar nicht sinnvoll.

Die weltweite Dominanz der englischen Sprache tut ein Übriges. Heutzutage gibt es viele Fachbegriffe nur noch auf Englisch. Beispiele gefällig? Bitte übersetzen Sie compliance officer, spread, PIP, governance und franchise auf Deutsch und erklären Sie, was sub-prime von alt-prime unterscheidet. Die amerikanische Geschäftssprache ist euphemistisch. Schlechte Qualität heißt high yield, dem Computer die Entscheidung überlassen heißt high frequency trading, NASDAQ steht für schwach regulierte Börse (nicht für „die Technologie-Börse“, wie der Deutschlandfunk einmal täglich behauptet), mid-cap sind keine mittelständischen Betriebe, sondern Gesellschaften mit über einer Milliarde Dollar Börsenwert.

Wie die Sprache, so das Geschäft. Man muss die amerikanische Gedankenwelt verstehen und bejahen können, bevor man in den USA investiert. Am Einfachsten lässt sich dies über den Kauf von US-Aktien bewerkstelligen. Die Gewinnchancen sind im amerikanischen Markt weiterhin sehr beträchtlich, wenn auch aktuell die Bewertungen der US-Aktien relativ teuer erscheinen. Unsere Empfehlung lautet, trotz der Unterschiede zu Europa und der spezifisch amerikanischen Risiken, den amerikanischen Markt in allen Portfolien angemessen zu berücksichtigen.

(Der Autor ist seit über 30 Jahren Anlageberater, Bankmanager und Vermögensverwalter.)

Zinslose Zeiten

Konservativ investieren und trotzdem Rendite erwirtschaften – das ist in der aktuellen Niedrigzins-Phase sicherlich eine Herausforderung. Sowohl die Konzepte unserer Individuellen Vermögensverwaltung als auch unser Fondsmanagement haben im vergangenen Jahr beachtliche Wertzuwächse erwirtschaftet.

So hat das konservative Konzept der Individuellen Vermögensverwaltung mit max. 30 % Aktienanteil knapp 5 % erwirtschaftet. Der Nordlux Strategie Fonds konnte sehr gute 5,5 % erwirtschaften, indem er die Schwankungen am Markt durch Optionsstrategien genutzt hat.

Sprechen Sie Ihren Berater an, er liefert Ihnen gerne weitere Daten.